Kreisverband Kurpfalz-Hardt
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- ARCHIV - 2016 - „Kulturelle Unterschiede - sowohl Herausforderung als auch Bereicherung des Lebens“


22.02.2016

„Kulturelle Unterschiede - sowohl Herausforderung als auch Bereicherung des Lebens“

Die jährliche Rad-Tour, ob Tour de Hoggene oder Tour d`Horan, die Teilnahme am Kinderferienprogramm und der Grüne Neujahrsempfang gehören zu den Säulen der Arbeit der Hockenheimer Grünen. „Es ist schön, dass es einen Ort und und Zeitpunkt gibt, von dem man weiß viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zu treffen.“, meinte Monika Schroth, Sprecherin der Kreisgrünen und Neulußheimer Gemeinderätin.

Die Gelegenheit zu guten Gesprächen und Kontakten nutzten neben den Geehrten für bürgerschaftliches Engagement, Barbara Itschner und Ingrid Stalter, auch der Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins Hockenheim, Thomas Schmitt und Bürgermeister Thomas Jakob Lichtenberg.

Für regelmäßigen Besuch der Fraktionsbesprechungen erhielt die überraschte Ursula Burkhard ein blumiges Präsent. Das stilvolle Ambiente der beiden Nebenzimmer der Gaststätte Zur Pfalz“ und das liebevoll hergerichtete Büffet mit leckeren Canapés und Getränken trugen ihren Teil dazu bei für einen wieder gelungenen Neujahrsempfang der Hockenheimer Grünen bei.


Emotional berührend

Emotional berührend war das Gespräch zwischen Reinhold Gotfried, Ortsverbandssprecher der Hockenheimer Grünen und Wassim Gayed, koptischer Christ aus Ägypten. Dieser ist vor etwa 28 Jahren nach Deutschland gekommen, wohnt in Hockenheim, ist zwischenzeitlich Deutscher und mit einer deutschen Frau verheiratet. „Im Zusammenleben mit meiner Frau und meiner Familie stellen die kulturellen Unterschiede sowohl Herausforderung als auch Bereicherung des Lebens dar“, schilderte Wassim Gayed eindrucksvoll.

Im Dialog mit Reinhold Gottfried beantwortete er bereitwillig dessen Fragen. Als koptischer Christ gehörte er einer Minderheit in Äypten an, die verfolgt werde.

Anfangs habe er im Entbindungsheim St. Elisabeth gewohnt, seine Töchter habe er zweisprachig erzogen, gab er bereitwillig Auskunft.

Eine kleine Lesung aus dem Buch des Journalisten Heribert Prantl, Im Namen der Menschlichkeit, schloss sich an. Ungewohnt, aber umso eindrucksvoller, war es für die aufmerksamen Zuhörer Auszüge aus dem Grundgesetz auf arabisch zu hören.

 

Die Erde, der kleine Punkt im Weltall

„Die Erde: der kleine Punkt im Weltall, das ist unsere Heimat“, zitierte Fraktionssprecher Adolf Härdle den Astronauten Alexander Gerst, und zeigte beeindruckende Bilder aus der Perspektive des Weltalls. Die globalen Themen wie die Griechenland-Krise, die Flüchtlingsdebatte, TTIP und der VW-Abgasskandal durften bei der unterhaltsamen Präsentation nicht fehlen.

Er innerte an die letzte Tour d`Horan, bei der es um mögliche Windkraft-Standorte ging und stellte die wichtigsten Themen in den Horan-Gemeinden Reilingen, Alt- und Neulußheim vor. Jochen Rotter, Monika Schroth, Alexander Mansel, Heike Roll und Holger O. Porath, Gemeinderäte aus den Nachbargemeinden, waren aufmerksame Zuhörer.

 

Wir erinnern uns

Ein wichtiges Anliegen des Ortsverbandes Hockenheim war die Gedenkververanstaltung „Wir erinnern uns“ zum 70. Jahrestag zum Ende des 2. Weltkrieges. Bilder zeigten das fröhliche Miteinander beim diesjährigen Kinderferienprogramm „Eisenbahnromatik auf schmaler Spur“ in Neckarbischofsheim. Die Gründung des Stadtmarketingvereins war, so Härdle, ein wichtiger Meilenstein für Hockenheim. Geschäftsführer Thomas Schmitt verwies in seinem Redebeitrag auf die anstehenden Aktivitäten in 2016 und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich möglichst viele Hockenheimer Bürger aktiv daran beteiligen werden. „Die Tür des Stadtmarketingvereins in der Ottostraße steht ihnen offen“, meinte Schmitt, zu den interessierten Zuhörern gewandt.

Viele kommunalen Aufgabenstellungen, ob das definzitäre Aquadrom, die ungeklärte Sitaution im Herrenteich, die Unterbringung der Flüchtlinge, die ungelöste Lärmproblematik, die städtebauliche Weiterentwicklung der Stadt um den Messplatz und der Kraichbach wurden vorgestellt. Gesprächsstoff für die diskussionsfreudigen und gut gelaunten Gäste des Grünen Neujahrsempfangs war genügend vorhanden.

Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg ergänzte die Ausführungen Härdles und kommentierte diese aus seiner Sicht. Er informierte unter anderem über die anstehenden Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingsproblematik in Hockenheim, auch auf die Bedeutung der Schulentwicklung als wichtiger Standortfaktor für Hockenheim ging er ein.

„Die Mischung aus ernsten Themen und die Präsentation der politischen Ereignissen in ironisch-
lockerer Weise ist dieses Mal besonders gelungen“, zog Stadtrat Michael Behr zufrieden Resüme.

 

Adolf Härdle

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